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GER „Memento mori“, bedenke dass du sterben musst oder doch lieber „Carpe diem”, nutze den Tag. Welcher Typ bist du? Denkst du über deine eigene Vergänglichkeit oft nach oder lebst du mehr im Augenblick. Es gibt genau zwei Abläufe im Leben, die uns alle betreffen, die Geburt und der Tod. Wir alle müssen sterben. Früher oder später betrifft uns das Thema Tod. Es geht dabei nicht immer um unseren persönlichen Tod, es können Freunde sein, Familie oder Bekannte, die von uns gehen. Es ist so unausweichlich und vielleicht ist es genau das, was uns so große Angst macht. 2020 habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass meine Mama gestorben ist. Nach einer langjährigen Krebserkrankung absehbar, doch für mich kam das damals sehr plötzlich. Schon während den Jahren der Erkrankung hatte ich das Gefühl, Tod, Trauer und Verlust sind Themen, über die man nicht spricht. Danach hatte ich vor allem das Gefühl, dass viele Menschen nicht wussten, wie sie mit mir und der Situation umgehen sollten. Es fühlte sich so an, als ob sie Angst hatten etwas Falsches zu sagen und deswegen haben sie lieber gar nichts gesagt. Ich hatte das Gefühl, dass das Thema Tod bei uns in der Familie und im Freundeskreis nie wirklich thematisiert wurde. Meine Mama war das Gegenteil von Tod, sie war das blühende Leben. Immer gut drauf, jeden Abend unterwegs und hat sich oft genug zu früh aus dem Krankenhaus selbst entlassen, um wieder in ihrer Apotheke arbeiten zu gehen. Das Mama sterben würde stand nie zur Debatte, weder für sie, noch für ihr Umfeld, oder für mich. Als es dann so weit war, waren alle überfordert und sind es fünfeinhalb Jahre später zum Teil immer noch. Deswegen liegt mir diese Arbeit so am Herzen, ich möchte mehr Aufmerksamkeit für das Thema Tod schaffen was oft noch tabuisiert wird. ENG Memento mori"—remember that you must die. Or maybe "Carpe diem"—seize the day. Which type are you? Do you often think about your own mortality, or do you prefer to live in the moment? There are only two events in life that every single one of us will experience: birth and death. We all have to die. Sooner or later, death touches everyone. It is not always our own death we face; it can also be the loss of family, friends, or loved ones. Death is unavoidable, and maybe that exact certainty is what makes it so scary. In 2020, I lost my mother. After she fought cancer for many years, her death was expected in some ways, but when it actually happened, it still felt sudden to me. During her long illness, I already felt that death, grief, and loss were topics people preferred to avoid. After she passed away, I noticed that many people simply didn't know how to act around me or handle the situation. They seemed afraid of saying the wrong thing, so they chose to say nothing at all. I realized that death had never really been discussed in my family or among my friends. My mother was the exact opposite of death—she was so full of life. She was always happy, went out every evening, and more than once left the hospital earlier than she was supposed to just to get back to work at her pharmacy. The idea that she might die was never something anyone truly considered—not her, not the people around her, and definitely not me. When the time finally came, everyone was overwhelmed, and even five and a half years later, many people still are. That is why this project means so much to me. I want to bring more attention to death—a topic that is still treated like a taboo far too often.
GER „Memento mori“, bedenke dass du sterben musst oder doch lieber „Carpe diem”, nutze den Tag. Welcher Typ bist du? Denkst du über deine eigene Vergänglichkeit oft nach oder lebst du mehr im Augenblick. Es gibt genau zwei Abläufe im Leben, die uns alle betreffen, die Geburt und der Tod. Wir alle müssen sterben. Früher oder später betrifft uns das Thema Tod. Es geht dabei nicht immer um unseren persönlichen Tod, es können Freunde sein, Familie oder Bekannte, die von uns gehen. Es ist so unausweichlich und vielleicht ist es genau das, was uns so große Angst macht. 2020 habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass meine Mama gestorben ist. Nach einer langjährigen Krebserkrankung absehbar, doch für mich kam das damals sehr plötzlich. Schon während den Jahren der Erkrankung hatte ich das Gefühl, Tod, Trauer und Verlust sind Themen, über die man nicht spricht. Danach hatte ich vor allem das Gefühl, dass viele Menschen nicht wussten, wie sie mit mir und der Situation umgehen sollten. Es fühlte sich so an, als ob sie Angst hatten etwas Falsches zu sagen und deswegen haben sie lieber gar nichts gesagt. Ich hatte das Gefühl, dass das Thema Tod bei uns in der Familie und im Freundeskreis nie wirklich thematisiert wurde. Meine Mama war das Gegenteil von Tod, sie war das blühende Leben. Immer gut drauf, jeden Abend unterwegs und hat sich oft genug zu früh aus dem Krankenhaus selbst entlassen, um wieder in ihrer Apotheke arbeiten zu gehen. Das Mama sterben würde stand nie zur Debatte, weder für sie, noch für ihr Umfeld, oder für mich. Als es dann so weit war, waren alle überfordert und sind es fünfeinhalb Jahre später zum Teil immer noch. Deswegen liegt mir diese Arbeit so am Herzen, ich möchte mehr Aufmerksamkeit für das Thema Tod schaffen was oft noch tabuisiert wird. ENG Memento mori"—remember that you must die. Or maybe "Carpe diem"—seize the day. Which type are you? Do you often think about your own mortality, or do you prefer to live in the moment? There are only two events in life that every single one of us will experience: birth and death. We all have to die. Sooner or later, death touches everyone. It is not always our own death we face; it can also be the loss of family, friends, or loved ones. Death is unavoidable, and maybe that exact certainty is what makes it so scary. In 2020, I lost my mother. After she fought cancer for many years, her death was expected in some ways, but when it actually happened, it still felt sudden to me. During her long illness, I already felt that death, grief, and loss were topics people preferred to avoid. After she passed away, I noticed that many people simply didn't know how to act around me or handle the situation. They seemed afraid of saying the wrong thing, so they chose to say nothing at all. I realized that death had never really been discussed in my family or among my friends. My mother was the exact opposite of death—she was so full of life. She was always happy, went out every evening, and more than once left the hospital earlier than she was supposed to just to get back to work at her pharmacy. The idea that she might die was never something anyone truly considered—not her, not the people around her, and definitely not me. When the time finally came, everyone was overwhelmed, and even five and a half years later, many people still are. That is why this project means so much to me. I want to bring more attention to death—a topic that is still treated like a taboo far too often.
GER „Memento mori“, bedenke dass du sterben musst oder doch lieber „Carpe diem”, nutze den Tag. Welcher Typ bist du? Denkst du über deine eigene Vergänglichkeit oft nach oder lebst du mehr im Augenblick. Es gibt genau zwei Abläufe im Leben, die uns alle betreffen, die Geburt und der Tod. Wir alle müssen sterben. Früher oder später betrifft uns das Thema Tod. Es geht dabei nicht immer um unseren persönlichen Tod, es können Freunde sein, Familie oder Bekannte, die von uns gehen. Es ist so unausweichlich und vielleicht ist es genau das, was uns so große Angst macht. 2020 habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass meine Mama gestorben ist. Nach einer langjährigen Krebserkrankung absehbar, doch für mich kam das damals sehr plötzlich. Schon während den Jahren der Erkrankung hatte ich das Gefühl, Tod, Trauer und Verlust sind Themen, über die man nicht spricht. Danach hatte ich vor allem das Gefühl, dass viele Menschen nicht wussten, wie sie mit mir und der Situation umgehen sollten. Es fühlte sich so an, als ob sie Angst hatten etwas Falsches zu sagen und deswegen haben sie lieber gar nichts gesagt. Ich hatte das Gefühl, dass das Thema Tod bei uns in der Familie und im Freundeskreis nie wirklich thematisiert wurde. Meine Mama war das Gegenteil von Tod, sie war das blühende Leben. Immer gut drauf, jeden Abend unterwegs und hat sich oft genug zu früh aus dem Krankenhaus selbst entlassen, um wieder in ihrer Apotheke arbeiten zu gehen. Das Mama sterben würde stand nie zur Debatte, weder für sie, noch für ihr Umfeld, oder für mich. Als es dann so weit war, waren alle überfordert und sind es fünfeinhalb Jahre später zum Teil immer noch. Deswegen liegt mir diese Arbeit so am Herzen, ich möchte mehr Aufmerksamkeit für das Thema Tod schaffen was oft noch tabuisiert wird. ENG Memento mori"—remember that you must die. Or maybe "Carpe diem"—seize the day. Which type are you? Do you often think about your own mortality, or do you prefer to live in the moment? There are only two events in life that every single one of us will experience: birth and death. We all have to die. Sooner or later, death touches everyone. It is not always our own death we face; it can also be the loss of family, friends, or loved ones. Death is unavoidable, and maybe that exact certainty is what makes it so scary. In 2020, I lost my mother. After she fought cancer for many years, her death was expected in some ways, but when it actually happened, it still felt sudden to me. During her long illness, I already felt that death, grief, and loss were topics people preferred to avoid. After she passed away, I noticed that many people simply didn't know how to act around me or handle the situation. They seemed afraid of saying the wrong thing, so they chose to say nothing at all. I realized that death had never really been discussed in my family or among my friends. My mother was the exact opposite of death—she was so full of life. She was always happy, went out every evening, and more than once left the hospital earlier than she was supposed to just to get back to work at her pharmacy. The idea that she might die was never something anyone truly considered—not her, not the people around her, and definitely not me. When the time finally came, everyone was overwhelmed, and even five and a half years later, many people still are. That is why this project means so much to me. I want to bring more attention to death—a topic that is still treated like a taboo far too often.










